Verfasst von: Axel Brodehl | 30. September 2018

Internationale Mediationskonferenz

Unter dem Motto „mediation moves“ findet am Samstag, den 06.10.2018, die Internationale Mediationskonferenz an der Europauniversität Viadrina von 10 Uhr bis 18:30 Uhr statt. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit folgenden zwei Fragen:

  1. Wohin und auf welchen Wegen bewegt sich Mediation derzeit?
  2. Was löst die Beschäftigung mit Mediation in Menschen aus und was bewegt sie?

Hierzu werden Experten aus 13 Nationen erwartet, die ihr Wissen teilen und sich aktiv an der Diskussion beteiligen werden. Die Teilnahmegebühr beträgt € 79.

Das Programm, die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen finden sich unter mediation-moves.eu.

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Verfasst von: Axel Brodehl | 31. August 2018

Mediation vor Kündigung

Vor ein paar Tagen wurde eine spannende Frage aufgeworfen: Können Kündigungen durch Mediationen verhindert werden?

 

Die Folgefrage lautet: Müßten dann nicht immer Mediationen vor Ausspruch einer Kündigung durchgeführt werden? Ganz so

 

Quelle: Lebensmittelzeitung.net

Verfasst von: Axel Brodehl | 28. Februar 2018

10 Jahre Mediator

Das Ende meiner Mediationsausbildung jährt sich diesen Monat zum 10. Mal. Im Februar 2008 endete meine praktische Ausbildung als Mediator. Seither habe ich zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen besucht, zusätzliche Ausbildungsstunden wahrgenommen und hunderte Stunden im Rahmen des Masterstudiums Mediation und Konfliktmanagement an der Europa-Universität Viadrina verbracht. Die dortige Kleingruppe bestehend aus 16 bereits ausgebildeten und erfahrenen Mediatoren verschiedener Berufsgruppen wie Richtern, Personalern, Führungskräften und hauptberuflichen Mediatoren ermöglichte einen sehr intensiven Austausch. Diesen 16 Studenten im Alter von knapp 40 bis gut 60 Jahren standen 11 Professoren und Dozenten gegenüber.

Ebenfalls 10-jähriges Jubiläum feiert dieser Blog, der am 27.02.2008 mit einer Mitteilung über die damals brand aktuelle Mediationsrichtlinie startete.

Im Laufe der Jahre habe ich mich auf Wirtschaftsmediation spezialisiert, wozu Streit zwischen Unternehmen ebenso wie innerbetriebliche Konflikte zwischen Kollegen, zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, zwischen Teams oder zwischen Betriebsparteien gehören. Auch Probleme beim Thema Unternehmensnachfolge sowie Konflikte zwischen Geschäftsführern, zwischen Gesellschaftern oder zwischen Geschäftsführung und Gesellschaftern zählen hierzu.

Nach 10 Jahren Mediation freue ich mich auf die nächsten 10 Jahre, in denen ich Menschen helfen kann, Konfliktsituationen zu klären und eigenverantwortlich möglichst dauerhaft zu lösen.

 

Verfasst von: Axel Brodehl | 27. Januar 2018

Güterichter

In einem Gerichtsfall kann das zuständige Gericht einen anderen Richter damit betrauen, im Wege einer alternativen Streitbeilegung eine Aussprache zwischen den Parteien zu leiten. Ziel ist es, eine Lösung zu finden. Dabei können neben dem vor Gericht rechtshängigen Streitgegenstand auch weitere Aspekte in die Überlegungen und die Lösungsfindung einfließen. Der andere Richter – in dieser Funktion Güterichter genannt – ist in dem an ihn verwiesenen Fall selbst nicht entscheidungsbefugt. Er hat die Wahl zwischen verschiedenen Methoden der Konfliktbeilegung.

Gesetzlich geregelt ist der Güterichter für arbeitsrechtliche Verfahren in § 54 Abs. 6 ArbGG, für familienrechtliche Verfahren in § 36 Abs. 5 FamFG und für sonstige zivilrechtliche Verfahren in § 278 Abs. 5 ZPO. Darüber hinaus gibt es Verweisungsvorschriften für die Sozialgerichtsbarkeit in § 202 S. 1 SGG, für die Verwaltungsgerichtsbarkeit in § 173 S. 1 VwGO und für die Finanzgerichtsbarkeit in § 155 S. 1 FGO.

Bei meiner Recherche habe ich das von Prof. Dr. Reinhard Greger betriebene Güterichter-Forum entdeckt. Dieses gibt zahlreiche interessante Einblicke und Erläuterungen zu dem Thema. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Blick zu riskieren: www.gueterichter-forum.de/gueterichter-konzept

Anmerkung:
Die Verwendung der männlichen Schreibform dient der leichteren Lesbarkeit und schließt weibliche (Güte-)Richter mit ein.
Verfasst von: Axel Brodehl | 23. Dezember 2017

Friedliche Feiertage

Weihnachten steht vor der Tür, und auf der großen internationalen Bühne scheint die Zahl der Kriege und Konflikte zuletzt gestiegen zu sein. Daher wünsche ich allen friedliche Weihnachten und alles Gute in einem besseren Neuen Jahr!

Verfasst von: Axel Brodehl | 31. Oktober 2017

Zertifikation von Mediatoren – Nonsens?

Seit dem 01.09.2017 ist die Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) in Kraft. Der Gesetzgeber beabsichtigt damit vor allem eine Qualitätssicherung sowie eine Markttransparenz. Es stellt sich allerdings die Frage, ob diese Ziele erreicht werden. Das darf bezweifelt werden.

Die meisten Marktteilnehmer dürften überrascht sein, was sich hinter der Zertifizierung verbirgt. Vermutlich stellen sich viele darunter die Bescheinigung einer unabhängigen Stelle vor, die überprüft hat und bestätigt, daß der zertifizierte Mediator über einen gewissen Kenntnisstand und eine praktische Mindesterfahrung verfügt.

Doch nichts dergleichen ist der Fall. Stattdessen verlangt die neu eingeführte Verordnung – verkürzt gesagt – für das Erlangen der Zertifizierung einen Ausbildungslehrgang von 120 Präsenzstunden, die Durchführung einer (einzigen) Mediation sowie die Durchführung einer Supervision, also eines Gesprächs mit einem Dritten, mit dem der Mediator ein Mediationsverfahren revue passieren läßt, um gemeinsam festzustellen, wie er die eine oder andere Schwierigkeit in einer vergleichbaren Situation das nächste Mal noch besser meistern kann. Die 120-stündige Ausbildung wiederum endet mit keiner Klausur, mündlichen oder praktischen Prüfung. Erfüllt der Mediator die genannten Anforderungen (Lehrgang, eine Mediation und eine Supervision zur durchgeführten Mediation), dann erhält er die Zertifizierung … von sich selbst!

Es gibt also gerade keine unabhängige Stelle, die das Vorliegen der Voraussetzungen bescheinigt. Auch gibt es gerade keine Überprüfung von theoretischem Wissen oder praktischen Fähigkeiten. Eine besondere praktische Erfahrung wird ebenfalls nicht angefordert (1 Fall genügt).

Die Regelungen sichern weder die Qualität noch sorgen sie für Transparenz, sondern führen die Verbraucher und anderen Marktteilnehmer stattdessen in die Irre. Damit verfehlt die Verordnung beide gesetzgeberischen Ziele. Erlassen wurde die Verordnung im Übrigen von dem von Heiko Maas geführten Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). Vom Schutz der Verbraucher kann hier allerdings keine Rede sein.

Die (erst) nach der Selbst-Zertifizierung abzuleistenden Fortbildungen und weiteren 4 Fälle samt Supervisionen ändern nichts daran, daß den potentiellen Medianten mit dem Siegel „zertifizierter Mediator“ eine vermeintliche Qualität vorgegaukelt wird.

Ausführlicher demnächst hier auf dem Blog.

 

Quellen:

Röthemeyer, Peter: Die Zertifizierung nach der ZMediatAusbV, Zeitschrift für Konflikt-Management (ZKM) 06/2016, S. 195 ff.

Plassmann, Michael: „Zertifizierung light“ – Verbraucher und Mediatoren in der Zertifizierungsfalle?, Anwaltsblatt (AnwBl) 01/2017, S. 26 ff.

Verfasst von: Axel Brodehl | 31. August 2017

Mediation in Krisengebieten

Mediation in Krisengebieten stellt sich als besonders schwierig dar. Daher werden internationale Friedensorganisationen und lokale Mediationsgruppen in Krisengebieten von verschiedenen Organisationen unterstützt. Gefördert werden neben Frühwarnsystemen und schnellen Reaktionsteams unter anderem auch vertrauensbildende Maßnahmen, um dauerhaft eine deeskalierende und deradikalisierende Wirkung zu entfalten.

Unterstützt wird die Friedensmediation etwa von der Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD), vom Berliner Zentrum für Internationale Friedenseinsätze gGmbH (ZIF), vom Center for Peace Mediation oder von der Robert Bosch Stiftung.

Quellen und weiterführende Informationen:

www.die-mediation.de

www.friedensmediation-deutschland.de

Auswärtiges Amt

Center for Peace Mediation

Verfasst von: Axel Brodehl | 5. Juni 2017

Mediation zwischen Nord- und Südkorea?

Gerüchten zufolge hat der neu gewählte Präsident Südkoreas Moon Jae In den Papst gebeten, zwischen Nord- und Südkorea zu vermitteln. ACI Stampa, ein katholischer Pressedienst, hatte ein entsprechendes Interview mit einem Erzbischof veröffentlicht. Dieser hatte von der südkoreanischen Bitte berichtet und auf den vom Vatikan erzielten Erfolg beim Konflikt zwischen Kuba und den USA verwiesen. Die südkoreanische Regierung indes widersprach dieser Darstellung. Derweil blickt die Welt weiterhin auf Nordkorea.

Vielleicht ist ja eine für alle Seiten gesichtswahrende Mediation ohne mediale Aufmerksamkeit möglich.

In diesem Sinne: Frohe Pfingsten!

Quelle: Kirche+Leben Netz

Verfasst von: Axel Brodehl | 9. Mai 2017

BVB: Krise im Saison-Endspurt

Der Fußballprofiverein Borussia Dortmund (BVB) steckt ganz offensichtlich in einer Krise. Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus auf dem Weg zum Champions-League-Spiel gegen AS Monaco am 11.04.2017 übten Spieler Kritik an der Entscheidung, das Spiel nur einen Tag später nachzuholen. Trainer Thomas Tuchel schloß sich dieser Einschätzung an. Dies wird mitunter als Kritik nicht nur an der UEFA, sondern indirekt auch an der Vereinsführung gewertet. In einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung bestätigte der Geschäftsführer des BVB Hans-Joachim Watzke, daß es Unstimmigkeiten mit dem Trainer gibt.

Von außen betrachtet wirkt es auf viele unverständlich, daß ein interner Konflikt öffentlich ausgetragen wird und dies auch noch in der heißen Endphase der Saison geschieht. Immerhin stehen nur noch 2 Bundesligaspiele an, in denen der BVB den 3. Platz mit derzeit 2 Punkten Vorsprung verteidigen möchte. Und in 2,5 Wochen möchte der BVB im Pokal-Finale die Eintracht Frankfurt besiegen. Viel Zeit zum Austragen von Konflikten gibt es da nicht.

Solange nicht alles ein großes Ablenkungsmanöver ist, um die Konkurrenz zu täuschen, könnte eine externe Unterstützung bei der Konfliktbearbeitung helfen, so daß sich (wie in einem Unternehmen) alle Beteiligten schnellmöglich wieder auf ihre Arbeit und die gemeinsamen Ziele konzentrieren können.

Quelle: Sueddeutsche.de

Verfasst von: Axel Brodehl | 16. April 2017

Frohe Ostern!

Gerade lese ich mal wieder Artikel zur Rolle des Rechts in der Konfliktbearbeitung, mit Schwerpunkt auf den Auswirkungen des 2012 eingeführten Mediationsgesetzes – ein immer wieder spannendes und vielseitiges Thema.

Bei all den schlechten Nachrichten aus aller Welt möchte ich nicht versäumen, Ihnen allen FROHE OSTERN zu wünschen, ein friedliches verbleibendes Jahr und alles Gute!

Beste Grüße aus Frankfurt

Ihr Axel Brodehl

 

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