Verfasst von: Axel Brodehl | 16. September 2010

Leichtfertig

Manche halten es für leichtfertig, wie sich Bundespräsident Wulff in die „Affäre Sarazzin“ eingemischt hat. Leichtfertig ist aber vor allem auch, wie mit dem Begriff Mediation umgegangen wird. So titelt die FAZ <Der „Mediator“ Wulff: Das Ende bedenken>.

Auch wenn die FAZ das Wort Mediator in Anführungszeichen setzt, so kann es jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß diese Bezeichnung für den aktuellen Vorgang völlig unpassend ist. Denn Mediation ist mehr als nur eine Vermittlung – die im vorliegenden Fall sogar zweifelhaft sein dürfte. Es mag spitzfindig klingeln, das zu diskutieren. Aber es wurde kein einziger Aspekt einer Mediation beachtet, beispielsweise keine Neutralität, keine freiwillige Teilnahme der Parteien, keine gemeinsame Sammlung von Konfliktthemen und vor allem kein Versuch, gemeinsam eine Lösung zu finden.

Nein, das Handeln von Bundespräsident Wulff hat nicht das geringste mit Mediation zu tun.

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Responses

  1. Danke, dass Sie das so deutlich benennen. Ich kenne mich mit Mediation nur sehr wenig aus, hatte aber ein sehr ungutes Gefühl als immer wieder in der Berichterstattung dieser Begriff fiel. Es ist ganz ungut, wenn der Begriff Mediation dadurch diskreditiert wird, denn was der Bundespräsident hier gemacht hat ist für einige ein bequemes Ergebnis, aber meiner Meinung nach unmoralisch und parteilich.


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