Verfasst von: Axel Brodehl | 9. Juli 2008

Mediationsverbund an Frankfurter Gerichten geplant

Einen verstärkten Einsatz von Vermittlungsgesprächen anstelle von Prozessen strebt Prof. Dr. Roland Fritz, Präsident des Verwaltungsgerichts Frankfurt, an. Der Vorteil von Mediationsverfahren sei, daß die Beteiligten manchmal auf Lösungen kämen, an die Juristen gar nicht denken würden. „Besonders gut geeignet ist das Verfahren bei Streitparteien, die auch nach einer Entscheidung noch lange miteinander auskommen müssen.“ Das gelte für das Verhältnis zwischen dem Staat und seinen Beamten ebenso wie zum Beispiel für Bausachen, bei denen Nachbarn noch Jahre miteinander auskommen müßten. Und bei behördlichen Entscheidungen könne Mediation Konflikte immer dann lösen, wenn den Behörden ein Ermessensspielraum zur Verfügung stünde.

Zur Zeit seien vier Richter am VG Frankfurt am Main als Mediatoren tätig. Prof. Dr. Fritz plant, mit den anderen Frankfurter Gerichten einen Mediationsverbund einzurichten.

Wie bereits berichtet, haben gerichtliche Mediationen den positiven Effekt, daß das Thema Mediation allgemein bekannter wird. Durch das Vorgehen des Gerichtspräsidenten werden insbesondere Behörden, aber auch alle anderen potentiellen Beteiligten für das Thema sensibilisiert.

Quelle: morgenweb (Mannheimer Morgen)


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