Verfasst von: Axel Brodehl | 26. Juni 2008

Mediation nur für große Geldbeutel?

Auf ihrem Blog „Die Maschinistin“ beschäftigt sich Kirstin Nickelsen mit der Frage, ob Wirtschaftsmediation auch etwas für Handwerker ist, etwa wenn es „nur“ um 3.500 geht. Ganz richtig schreibt sie: „Für viele Kleinstunternehmen sind offene Forderungen von 3.000 Euro viel, meistens “zu viel”. (…) Wirtschaftsmediation ist ein geeignetes Werkzeug, wenn Prozesse verhindert werden sollen und die Parteien zu einem Gespräch bereit sind“

Es wäre ja schlimm, wenn Mediation nur für große Geldbeutel bzw. große Streitsummen gedacht wäre. Auch bei niedrigeren Beträgen kann sich eine Mediation durchaus lohnen.

Aber man muß natürlich ehrlich sein und sehen, daß es durchaus Beträge gibt, bei denen sich eine Mediation zumindest aus rein finanzieller Sicht nicht lohnt. Ob aus gesamtwirtschaftlicher oder psychologischer Betrachtung eine Mediation dennoch sinnvoll ist, kommt auf den Einzelfall an. So kann ein Mediationsverfahren – selbst wenn man dabei etwa gegenüber einem Gerichtsverfahren kein Geld spart – durchaus sinnvoll sein.

Gängige Beispiele sind:

  • Unternehmen, die weiterhin Geschäfte miteinander betreiben wollen;
  • Nachbarn, die auch die nächsten 20 Jahre miteinander auskommen müssen;
  • geschiedene oder getrennt lebende Paare, die sich aufgrund eines gemeinsamen Sorgerechts ständig begegnen müssen.

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