Verfasst von: Axel Brodehl | 19. Juni 2008

Eisbär Knut vor Gericht

Wie bereits berichtet, streiten der Tierpark Neumünster und der Zoologische Garten Berlin über die Rechte an Knut, dem Eisbären. Knuts Vater, der Eisbär Lars, stammt aus Neumünster und wurde an Berlin nur ausgeliegen. Daher macht der dortige Tierpark Verwertungsrechte an Knut geltend. Im Vertrag soll auch stehen, daß der erste überlebende Eisbär dem Tierpark Neumünster gehöre.

Nachdem sich beide Seiten nicht einig wurden, bot der Direktor des Neumünster Tierparks dem Berliner Zoo vor drei Monaten ein Mediationsverfahren an. Darauf ist der Berliner Zoo offenbar nicht eingegangen.

Vor einer Woche sagte der Direktor des Berliner Zoos, Bernhard Blaszkiewitz, bei der Hauptversammlung der Zoo-Aktionäre: „er gehört nicht uns, sondern Neumünster.“ Trotzdem sieht er keine rechtlichen Möglichkeiten des Tierparks, weshalb er weiterhin erklärte: „Die bekommen ein paar Pinguine, und dann ist die Sache in Ordnung.“

Der Tierparkchef aus Neumünster, Peter Drüwa, reagierte prompt mit der Ankündigung einer Klage. Somit scheint der Weg zu einer gütlichen Einigung mittels eines Mediationsverfahrens in weite Ferne gerückt.

Quellen:

Welt Online

BZ


Responses

  1. Der Berliner Zoo hat zu viel Geld!

  2. Der Wirbel um Knut ist viel zu gross.

  3. Ich find Knut immer noch süss

  4. Was hat das mit Mediation zu tun?

  5. Sehr geehrter Herr Müller,

    Mediation kann überall da relevant werden, wo ein Konflikt sich anbahnt oder bereits besteht. Die Betonung bleibt allerdings auf „kann“, denn zugegebenermaßen ist nicht jeder Konflikt für eine Mediation prädestiniert. Außerdem müssen natürlich beide Seiten zu einer Mediation bereit sein.

    Was nun Knut mit Mediation zu tun hat? Wie berichtet besteht hinsichtlich des Eisbärs ein Konflikt zwischen dem Tierpark Neumünster und dem Zoologischen Garten. Das Thema Mediation wurde in dem Fall sogar von einem der Beteiligten, nämlich dem Direktor des Tierparks Neumünster, ins Spiel gebracht. Unser Blog hat das Thema nur aufgegriffen und dargestellt, warum eine Mediation aus unserer Sicht sinnvoll sein kann (siehe Betrag vom 20. März 2008). Aufgrund der vor etwa 10 Tagen in der Presse dargestellten, neuen Situation (Aktionärshauptversammlung des Berliner Zoos und Reaktion des Tierparks, jetzt doch klagen zu wollen), haben wir im letzten Beitrag vom 19. Juni 2008 den aktuellen Stand des Konflikts wiedergegeben sowie die Einschätzung, daß ein Mediationsverfahren wohl nicht mehr stattfinden wird.

    Mit freundlichen Grüßen,
    aXel Brodehl

  6. Wollte nur wissen, was die Kommentare sollen.

  7. Sehr geehrter Herr Müller,
    entschuldigen Sie bitte, daß ich Ihren Kommentar mißverstanden hatte. Ich dachte, Sie bezögen sich auf unseren Post. :-o
    Herzlichen Dank für die Klarstellung.

    Wir haben keinen Einfluß auf den Inhalt der Kommentare. Eine Zensur findet nur dann statt, wenn gegen geltendes Recht verstoßen wird, etwa durch die Beleidigung eines Dritten.

    Im Übrigen sind wir dankbar für die rege Beteiligung und das Interesse unserer Leser.

    aXel Brodehl

  8. […] zum Gericht Wie vom Tierpark Neumünster bereits angedroht, geht der Fall Knut nun vor Gericht. Der Direktor des Tierparks Peter Drüwa will noch vor dem […]


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