Verfasst von: M. R. N. | 8. März 2008

UCI und ASO ein Fall für die Mediation?

Der Streit zwischen der International Cycling Union (UCI) und der Amaury Sport Organisation (ASO) nahm seinen Lauf, als die ASO dem Astana-Team – trotz Inhaberschaft der ProTour-Lizenz – für alle von ihr ausgerichteten Rennen die Starterlaubnis nicht erteilte. Dagegen sehen die UCI-Regularien ein Startrecht der Teams mit ProTour-Lizenz vor. So berücksichtigte der Radsport-Kalender der UCI für das kommende Jahr kein ASO-Rennen mehr und die entsprechenden Veranstaltungen wurden für „illegal“ erklärt.

Im Vorfeld des Rennens wandte sich der Präsident des Weltverbandes, Pat McQuaid, schriftlich an die Radprofis, Teams und Sponsoren und kündigte harte Sanktionen und Sperren für diejenigen an, die das durch sie als „illegal“ eingestufte Rennen bestreiten. Während die ProTour-Rennställe noch vor einer Woche entschieden, dennoch an dem Paris-Nizza Rennen teilzunehmen, befürchten die Sponsoren einen Bruch mit dem Radsport-Weltverband.

Über die anhaltenden Streitigkeiten und insbesondere über den Start im Frühjahrsklassiker Paris-Nizza, sollte nun das Internationale Sportschiedsgericht (CAS) in Lausanne entscheiden. Mit einem am 05.03.2008 eingereichten Antrag gegen die UCI und die ASO als Antragsgegner begehrten die Antragsteller -International Professional Cycling Teams (IPCT), sieben Profi-Radsport-Teams sowie der “Profis Cyclistes Associés” (CPA)- eine vorläufige Startgenehmigung für das bevorstehende „Rennen zur Sonne“ (09.03. – 16.03.2008 ) unabhängig von der rechtlichen Überprüfung des von der UCI ausgesprochenen Verbots der Teilnahme. Der CAS hielt sich jedoch zumindest für die Entscheidung über vorläufige Maßnahmen für unzuständig.

Die Profi-Radteams haben nach einer Sitzung der Rennstallvereinigung AIGCP dennoch beschlossen morgen an den Start zu gehen und UCI-Präsident Pat McQuaid hat den Teams und deren Profi-Fahrern bei einem Start mit harten Sanktionen gedroht. Die Fahrer müßten bei einer Teilnahme an dem Frühjahrsklassiker mit Sperren bis zu sechs Monaten rechnen.

Ein Fall für die Mediation?

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