Angela Merkel absolviert Mediationsausbildung
Diese Überschrift konnte man heute beim ADR-Blog lesen. (ADR = Alternative Dispute Resolution). Da steht unter anderem: „Angela Merkel ist fest davon überzeugt, dass sich qualifizierte Mediationskenntnisse sehr positiv auf ihre diplomatischen Vermittlungen in Krisensituationen wie beispielsweise in Tibet oder dem Nahen Osten auswirken werden.“
Der dazugehörige Artikel stellte sich inzwischen als Aprilscherz heraus.
Aber mal im Ernst: warum eigentlich nicht? Inzwischen richten sich bestimmte Mediationslehrgänge zielgerichtet an Führungskräfte in der Wirtschaft. Wer aus diesem Kreis kommt und eine Mediationsausbildung absolviert, hat zu keinem Zeitpunkt das Ziel, irgendwann einmal Mediator zu werden. Stattdessen wollen diese Führungskräfte die kommunikativen Fähigkeiten der Mediatoren erlernen. Und als Bundeskanzler oder Ministerpräsident ist man ja nichts anderes als eine Führungskraft. Manch ein Konflikt in der Politik ließe sich womöglich vermeiden.
(Wobei natürlich immer daran zu denken ist: eigene Konflikte tragen Mediatoren genauso aus wie jeder andere. Da ist es ein wenig wie mit den Juristen: wer sich selbst juristisch berät, der hat einen Esel zum Anwalt.)
Quelle: ADR-Blog

[...] Der Großen Koalition ist nicht zu helfen Vor gar nicht allzu langer Zeit kam der Aprilscherz von Kollege Marcus Brinkmann auf, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) wolle eine Mediationsausbildung absolvieren (näheres hier). [...]
Von: Der Großen Koalition ist nicht zu helfen « Mediation am 31. Mai 2008
um 1:20